Hochzeit zu zweit - Elopement in Berlin

 

Winter Lights - Akt I

 

Diese uralte Villa, mitten in Potsdam, erfüllt uns jedes Mal mit Ehrfurcht, wenn wir sie betreten. Der alte, knarrende Dielenboden, der Geruch des alten Gemäuers, die bunt tapezierten Wände und all die kleinen und großen Details. Wir fühlen uns zurückversetzt in vergangene Zeiten, wenn unsere Hände über das alte Holz des Geländers streichen. Es ist das zweite Mal, dass wir hier sind – und es ist das erste Mal, dass hier der Startpunkt für einen so besonderen Tag ist. Das Feuer knistert im Kamin, in der Küche läuft die Kaffeemaschine und ein Teller mit Keksen steht zwischen Blumen, Postkarten und Gläsern auf der Kücheninsel. Das Haus ist immer im Wandel und bleibt doch immer gleich. Heute kommen wir an und es ist noch ganz ruhig. Jenny schreibt noch in den letzten Zügen an ihren Gelübden, die Floristin bringt einen Strauß vorbei und Bastian tigert in der Küche umher.

Heute bleiben wir nur zu viert. Ein Elopement - eine Hochzeit nur zu zweit. Einen Moment kuscheln sich die zwei vor unseren Linsen noch in das antike Bett, bevor es nach dem kleinen Frühstück ans Getting Ready geht. Ein erster Blick unter Tränen, die Hast zur Trauung, mehr Tränen und dann nimmt der Tag seinen Lauf. Noch einmal zurück zur alten Villa, dann geht es weiter nach Berlin und mit Burgersauce im Haar geht ein emotionaler erster Akt zu Ende. Fortsetzung folgt...

„Turn into winter lights
Keeping your strength
When it gets dark at night" 
~ London Grammar

 

Photography: Muse & Mirror (Wedding Photographer Berlin)